Hispano-Lusitano kaufen
Hispano-Lusitano kaufen oder verkaufen: Iberer aus PRE und Lusitano, mit Preisen in Franken und Importtipps. Auf Paardplaats stöbern oder inserieren.
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Hispano-Lusitano
Wer einen Hispano-Lusitano kaufen möchte, sucht ein Pferd mit iberischem Typ und umgänglichem Wesen. Gemeint ist eine Kreuzung aus einem Pura Raza Española (PRE) und einem Lusitano. Man nennt solche Pferde auch Iberer, Lusitano-PRE-Mix, Hispano-Luso oder Luso-Español, in Spanien und Portugal ausserdem «cruzado». Sie vereinen die gewölbte Halslinie, die dichte Mähne und die natürliche Balance der beiden Elternrassen. Gesucht werden sie von Freizeitreitern, von Dressurreiterinnen auf Amateurniveau, von Working-Equitation-Reitern und von Fahrern, die ein feinfühliges Barockpferd wünschen. Viele Interessenten möchten ein iberisches Pferd, das meist günstiger ist als ein reinrassiges. Auf Paardplaats können Sie Hispano-Lusitanos ansehen oder Ihr eigenes Pferd inserieren. Reinrassige PRE und Lusitanos haben eigene Rassenseiten.
Der PRE und der Lusitano sind eng verwandt. Manche Quellen beschreiben sie als genetisch nahezu gleich, mit Unterschieden vor allem nach Land. Vor den 1960er-Jahren hiessen beide in Spanien und Portugal schlicht Andalusier. 1966 trennten die beiden Länder ihre Zuchtbücher, und Portugal führte den Namen Lusitano ein. Das PRE-Zuchtbuch wird von der ANCCE geführt, das Lusitano-Zuchtbuch von der APSL. Ein PRE setzt voraus, dass beide Eltern als PRE eingetragen sind.
Deshalb kann ein Hispano-Lusitano in keines der beiden reinrassigen Zuchtbücher aufgenommen werden. Er ist eine Kreuzung und keine Rasse mit eigenem Zuchtbuch. Je nach Land steht er in einem Kreuzungs- oder Sportpferderegister, oder er hat nur einen Pferdepass mit den Namen der Eltern. Aussagekräftig sind darum die Papiere der Eltern. Für Käufer hierzulande kommt hinzu, dass solche Pferde aus Spanien und Portugal oder über Deutschland und Frankreich importiert werden. Das bedeutet Transport, Zoll, Mehrwertsteuer und Einfuhrdokumente.
Der Hispano-Lusitano zeigt in der Regel den iberischen Typ. Dazu gehören ein gewölbter Hals, dichte Mähne und dichter Schweif, ein kurzer Rücken, natürliche Balance und erhabene Bewegungen. Das Stockmass liegt meist zwischen 150 und 165 cm. Häufig sind Schimmel, Braune und Rappen. Auch Füchse, Falben und Palominos kommen vor. Weil die Eltern sich in Profil, Kruppe und Bewegung unterscheiden, streuen Kreuzungen stärker als eine reinrassige Population. Mal erinnert die Kruppe an den Lusitano, mal an den PRE. Beurteilen Sie deshalb das Pferd, das vor Ihnen steht, und nicht das Etikett. Achten Sie zuerst auf Exterieur, Gänge, Gesundheit und Charakter. Farbe und Mähne sollten erst zuletzt zählen. Gegenüber einem reinrassigen PRE oder Lusitano ist die Kreuzung weniger berechenbar, dafür oft deutlich günstiger.
Der Hispano-Lusitano eignet sich für klassische und moderne Dressur auf Amateurniveau. Gefragt ist er auch in der Working Equitation, einer Disziplin mit portugiesischen und spanischen Wurzeln, sowie in der Doma Vaquera. Dazu kommen barocke Reitweise, Vorführungen, Freizeitreiten im Gelände und Fahren. Iberer gelten als aufmerksam und feinfühlig und suchen den Kontakt zum Menschen. Das macht sie zu angenehmen Partnern, verlangt aber ruhige und klare Hilfen. Ein junges Pferd sollte geduldig aufgebaut werden. Zuerst zählen Losgelassenheit, Takt und Vertrauen. Zu viel Versammlung zu früh belastet Rücken und Hinterhand. Wer sich Zeit lässt, hat meist über viele Jahre Freude an einem vielseitigen Reitpferd.
Viele Iberer sind leichtfuttrig. Die Fütterung sollte deshalb auf Raufutter beruhen, und das Gewicht gehört regelmässig kontrolliert. Genügend Bewegung beugt Übergewicht und Hufrehe vor. Die Schweizer Tierschutzvorschriften verlangen Sozialkontakt zu anderen Pferden und regelmässigen Auslauf. Ein Stall mit Weide oder Paddock und Gesellschaft ist deshalb auch für Einsteller die richtige Grundlage. Die Hufe brauchen regelmässige Pflege durch Hufschmied oder Hufpfleger. Bei einem kurzen Rücken muss der Sattel sorgfältig angepasst werden. Mähne und Schweif verlangen Pflege, und beim Sommerekzem scheuern sich manche Pferde die Haare ab. Bei Schimmeln sollten Sie die Haut regelmässig auf Melanome prüfen. Zahnkontrolle, Impfungen und Parasitenkontrolle gehören zur Routine.
Verlangen Sie zuerst die Papiere der Eltern, also ANCCE- oder APSL-Dokumente, soweit die Eltern eingetragen sind. Fragen Sie, ob das Pferd selbst in einem Kreuzungs- oder Sportpferderegister steht. Der Pferdepass mit Mikrochip ist in Europa Pflicht. Ein DNA-Abstammungsnachweis kann die Eltern bestätigen. Lassen Sie eine Ankaufsuntersuchung mit Röntgen durchführen. Bei Schimmeln gehört die Hautkontrolle auf Melanome dazu. Bei Hengsten sollte die Tierärztin auf Leistenbruch prüfen, und Sie sollten die Anzeichen einer Kolik kennen. Wer in Spanien mit nationaler Lizenz starten will, braucht seit dem 1. Januar 2024 ein im Zuchtbuch eingetragenes Pferd. Fragen Sie danach. Sehen Sie das Pferd immer geritten und an der Hand. Typische Fehler sind der Preis eines reinrassigen Pferdes für eine Kreuzung und der blinde Glaube an «PRE-Typ» oder «Lusitano-Typ» ohne Papiere. Ebenso falsch ist es, nur nach Aussehen und Mähne zu wählen. Ein heisser junger Hengst gehört nicht zu Einsteigern. Kaufen Sie nie ungesehen nach Videos.
Die folgenden Preise sind Richtwerte aus europäischen Inseraten 2025 und 2026, keine Garantie. Hispano-Lusitanos werden meist in Euro angeboten. Die Franken-Beträge sind gerundet, und Wechselkurse ändern sich. Fohlen und Jährlinge kosten etwa 2’500 bis 5’000 Euro, also rund 2’300 bis 4’700 Franken. Junge Pferde von zwei bis vier Jahren, roh oder frisch angeritten, liegen bei etwa 4’000 bis 8’000 Euro, rund 3’700 bis 7’500 Franken. Für angerittene Pferde mit Grundausbildung in Dressur oder Working Equitation sind es etwa 7’000 bis 15’000 Euro, rund 6’500 bis 14’000 Franken. Ein gesundes, gerittenes Pferd wird oft um 10’000 Euro angeboten, rund 9’300 Franken. Gut ausgebildete Pferde mit Resultaten kosten etwa 15’000 bis 25’000 Euro und mehr, rund 14’000 bis 23’500 Franken und mehr. Reinrassige PRE und Lusitanos mit Dressur- oder Working-Equitation-Ausbildung stehen oft bei 15’000 bis 70’000 Euro, rund 14’000 bis 65’000 Franken. Eine Kreuzung mit gleicher Ausbildung ist meist deutlich günstiger. Den Preis bestimmen Eltern und Papiere, Ausbildung, Alter, Bewegung, Exterieur und der Befund der Ankaufsuntersuchung. Auch die Farbe wirkt mit, Schimmel, Palominos und seltene Farben verkaufen sich gut, dürfen aber die Qualität nicht aufwiegen. Hinzu kommen Transport per Lastwagen, Gesundheitszeugnisse, Zoll und Mehrwertsteuer.
Zu den Käufern zählen Dressurreiter auf Amateurniveau, Working-Equitation-Reiterinnen, Freizeitreiter, Fahrer und Liebhaber des Barockpferdes. Nennen Sie im Inserat die Eltern samt Zuchtbuchnummern, soweit vorhanden. Geben Sie an, welche Papiere das Pferd tatsächlich hat. Ergänzen Sie Alter, Stockmass, Farbe, Ausbildungsstand und Disziplinen. Gesundheit und Röntgenbefunde gehören ebenso dazu wie eine ehrliche Beschreibung von Charakter und Eigenheiten. Zeigen Sie das Pferd auf Fotos und Video, geritten und an der Hand. Bezeichnen Sie eine Kreuzung nie als reinrassig. Ehrlichkeit spart beiden Seiten Zeit und schützt Ihren Ruf. Ihr Inserat können Sie auf Paardplaats aufgeben.
Was kostet ein Hispano-Lusitano?
Für ein Fohlen rechnen Sie mit etwa 2’300 bis 4’700 Franken, für ein gesundes, gerittenes Pferd meist mit 6’500 bis 14’000 Franken. Gut ausgebildete Pferde mit Resultaten kosten rund 14’000 bis 23’500 Franken und mehr. Die Preise werden meist in Euro genannt, und Wechselkurse ändern sich. Dazu kommen Transport, Zoll und Mehrwertsteuer. Es sind Richtwerte, keine Garantien. Eine Kreuzung kostet in der Regel deutlich weniger als ein reinrassiges Pferd mit gleicher Ausbildung.
Was ist ein Hispano-Lusitano, und ist er eine eigene Rasse?
Ein Hispano-Lusitano ist eine Kreuzung aus PRE und Lusitano. Er ist keine eigene Rasse und hat kein eigenes Zuchtbuch. In die reinrassigen Zuchtbücher von ANCCE und APSL kann er nicht eingetragen werden. Typ, Grösse und Bewegung streuen stärker als bei reinrassigen Pferden. Ob ein Pferd eher dem PRE oder dem Lusitano gleicht, zeigt sich am Pferd selbst und an den Papieren der Eltern, nicht am Namen im Inserat.
Für wen eignet sich ein Hispano-Lusitano?
Er passt zu Amateuren, die ein feinfühliges Pferd für klassische Dressur, Working Equitation oder Freizeitreiten suchen. Auch zum Fahren wird er eingesetzt. Iberer sind aufmerksam und menschenbezogen, brauchen aber eine ruhige, klare Hand. Nicht jeder Iberer ist ein Anfängerpferd, und ein junger, temperamentvoller Hengst gehört nicht in unerfahrene Hände. Für Einsteiger ist ein ausgebildeter Wallach oder eine ruhige Stute meist die bessere Wahl.
Was ist vor dem Kauf eines Hispano-Lusitanos zu prüfen?
Prüfen Sie die Papiere der Eltern, den Pferdepass mit Mikrochip und bei Bedarf einen DNA-Abstammungsnachweis. Lassen Sie eine Ankaufsuntersuchung mit Röntgen machen. Bei Schimmeln gehört die Hautkontrolle auf Melanome dazu, bei Hengsten die Kontrolle auf Leistenbruch. Reiten Sie das Pferd selbst probe oder lassen Sie es vorreiten. Wer verkauft, sollte dieselben Angaben offen und vollständig ins Inserat schreiben.
Möchten Sie einen Iberer mit Charakter und Ausstrahlung finden? Dann stöbern Sie auf Paardplaats bei den Hispano-Lusitanos, die zum Verkauf stehen. Möchten Sie Ihr eigenes Pferd verkaufen? Dann geben Sie Ihr Inserat auf, mit ehrlichen Angaben, guten Fotos und einem Video.