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American Paint Horse kaufen

American Paint Horse kaufen oder verkaufen: Westernreiten, Freizeit und Zucht, dazu Wissen zu APHA-Papieren und EuroPaint. Auf Paardplaats stöbern.

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American Paint Horse

Das American Paint Horse ist ein Westernpferd mit Quarter-Horse- und Vollblutlinien, das eine Schecken-Zeichnung trägt und bei der American Paint Horse Association (APHA) registriert ist. Wer ein American Paint Horse kaufen möchte, sucht meist ein kompaktes, umgängliches und vielseitiges Pferd, das im Westernreiten ebenso überzeugt wie im Freizeitreiten oder als Familienpferd. Dazu kommt die auffällige Zeichnung, die jedes dieser Pferde unverwechselbar macht. Auf Paardplaats können Sie Anzeigen für Paint Horses durchstöbern und vergleichen. Wer ein eigenes Pferd verkaufen möchte, kann hier seine Anzeige aufgeben.

Die Geschichte der Rasse beginnt mit einem Ausschluss. Als die American Quarter Horse Association (AQHA) 1940 gegründet wurde, nahm sie keine Pferde mit Scheckung auf, auch nicht die sogenannten Crop-outs, also Quarter-Horse-Fohlen mit weißen Körperflecken. Am 16. Februar 1962 gründeten Rebecca Tyler Lockhart und eine Gruppe von Pferdeleuten in Gainesville, Texas, die American Paint Stock Horse Association; das erste eingetragene Pferd war Bandit's Pinto. Etwa zeitgleich entstand in West-Texas die American Paint Quarter Horse Association. 1965 schlossen sich beide zur heutigen APHA mit Sitz in Fort Worth zusammen.

Registriert wird ein Pferd, wenn beide Elternteile bei der APHA, der AQHA oder dem Jockey Club (Vollblut) eingetragen sind und mindestens ein Elternteil ein eingetragenes American Paint Horse ist. Ins Regular Registry kommt ein Pferd mit natürlicher Paint-Abzeichnung von Mindestgröße, also weißem Haar auf pigmentloser Haut in festgelegten Bereichen, oder seit 2020 auch mit einem im APHA-anerkannten Labor bestätigten Paint-Gen samt sichtbaren Paint-Merkmalen. Nachkommen ohne anerkannte Abzeichnung führt die APHA als Solid Paint-Bred in einem eigenen Register. In Europa gibt es Clubs wie den Paint Horse Club Germany; die EuroPaint in Kreuth gilt als größte von der APHA anerkannte Schau außerhalb Nordamerikas.

Bei den Zeichnungen unterscheidet man Tobiano, Overo und Tovero. Der Tobiano ist am häufigsten: runde Flecken, weiße Beine, Weiß, das meist zwischen Widerrist und Schweif über den Rücken läuft, und ein meist dunkler Kopf. Der Overo hat scharfe, unregelmäßige, überwiegend waagerechte Flecken; das Weiß kreuzt den Rücken selten, die Beine sind oft dunkel, der Kopf häufig weiß, manchmal mit blauen Augen. Die APHA unterscheidet die Overo-Muster Frame, Sabino und Splashed White. Der Tovero mischt Tobiano und Overo. Als Grundfarben sind Rappe, Brauner und Fuchs häufig, dazu kommen Palomino, Buckskin, Falbe und Grullo. Das Gebäude ist muskulös mit tiefem Schwerpunkt und kräftiger Hinterhand; die meisten Tiere messen etwa 1,45 bis 1,60 m. Beim Aussuchen zählen Gebäude und Charakter zuerst, die Farbe zuletzt. Paint ist eine Rasse, Schecke nur eine Farbe: Ein gescheckter Wallach anderer Abstammung ist kein Paint Horse.

Im Westernreiten ist die Rasse breit einsetzbar: Western Pleasure, Reining, Trail, Ranch Riding, Barrel Racing, Cutting und Halter. Auch Hunter under Saddle, Springreiten und ausgedehnte Ausritte gelingen vielen dieser Pferde gut. Wegen ihres ruhigen, arbeitswilligen und menschenbezogenen Wesens gelten gut ausgebildete Tiere oft als Familien-, Freizeit- oder erstes Pferd. Ein junges oder rohes Pferd braucht dagegen einen erfahrenen Ausbilder. Ein junges Westernpferd entwickelt sich am besten mit Geduld: erst Bodenarbeit, Gelassenheit und Gleichgewicht, dann der Sattel, und Jungpferde werden nicht zu früh und zu oft auf Turnieren vorgestellt. So bleibt es über viele Jahre ein verlässlicher Partner für Freizeitreiter und Turnierreiter gleichermaßen.

Die Haltung folgt den Regeln für Stock Horses. Viele Tiere sind leichtfuttrig, deshalb steht Raufutter an erster Stelle; Gewicht und Körperkondition kontrollieren Sie regelmäßig, dazu gehört genügend Bewegung. Täglicher Weidegang oder Auslauf mit Artgenossen ist wichtig. Der Hufschmied sollte in der Regel alle sechs bis acht Wochen kommen. Weil der Rücken kurz und breit ist, muss der Sattel sorgfältig angepasst werden. Unter weißen Abzeichen, oft an Maul und um die Augen, liegt rosa Haut, die einen Sonnenbrand bekommen kann; Sonnenschutz oder eine Fliegenmaske mit UV-Schutz helfen. Zahnkontrolle, Impfungen und Entwurmung gehören zur Routine.

Beim Kauf zählt das Papier ebenso wie das Pferd. Lassen Sie sich die APHA-Registrierungsurkunde zeigen und klären Sie die Umschreibung auf Ihren Namen. Prüfen Sie den Equidenpass: Welche Stelle hat ihn ausgestellt, und stimmen die Angaben mit dem Pferd überein? Fragen Sie nach dem DNA-Abstammungsnachweis und dem Gentest. Wegen der Quarter-Horse-Vorfahren sollten GBED, HERDA, HYPP, MH und PSSM1 abgedeckt sein; der 6-Panel-Test der APHA ergänzt das Lethal-White-Overo-Syndrom (OLWS). Eine Ankaufsuntersuchung (AKU) mit Röntgenbildern gehört dazu. Typische Fehler sind der Preis für ein Paint Horse bei einer Schecke ohne Papiere, die Annahme, jedes gescheckte Westernpferd sei ein Paint Horse, die Verpaarung zweier Frame-Träger und der Kauf allein nach Farbe. Auch ein zu anspruchsvolles Pferd für Einsteiger ist ein klassischer Irrtum.

In Europa werden für Pinto-Westernpferde ohne Papiere, die als Paint-Typ inseriert sind, etwa 2.500 bis 6.000 Euro verlangt. Fohlen und Jährlinge mit APHA-Papieren kosten ungefähr 4.500 bis 8.000 Euro, junge Pferde von zwei bis vier Jahren etwa 5.000 bis 15.000 Euro. Ausgebildete Freizeit- und Allroundpferde zwischen fünf und fünfzehn Jahren liegen meist bei 6.500 bis 12.000 Euro, ein typischer Angebotspreis liegt bei rund 7.500 Euro (etwa 8.400 US-Dollar). Westernturnierpferde mit Erfolgen und Deckhengste beginnen bei etwa 15.000 Euro, Spitzenpferde werden oft privat und deutlich über 20.000 Euro verkauft. In den USA wechseln viele erwachsene Pferde für 3.500 bis 10.000 US-Dollar den Besitzer, das sind etwa 3.100 bis 8.900 Euro; Spitzenpferde kosten ab 30.000 US-Dollar, etwa 26.800 Euro. Wechselkurse schwanken, alle Angaben sind Richtwerte. Preislich zählen APHA-Papiere, Regular oder Solid, Ausbildung, Turniererfolge, Alter, Abstammung, Gebäude, Gesundheit und Testergebnisse. Bei einem Import aus den USA fallen Flug, Quarantäne, Gesundheitszeugnisse sowie Zoll oder Einfuhrumsatzsteuer an, zusammen oft mehrere tausend Euro. Deshalb kaufen viele Interessenten lieber in Europa.

Wer sein Pferd verkauft, spricht Westernreiter, Freizeitreiter, Familien und Züchter an. Ein guter Inseratstext nennt die APHA-Registrierung samt Regular- oder Solid-Status, die Abstammung, das Farbmuster und vorhandene Testergebnisse. Beschreiben Sie Ausbildungsstand, Turniererfolge und Charakter ehrlich, auch Schwächen. Gute Fotos zeigen das Pferd im Stand von beiden Seiten, den Kopf und die Zeichnung, dazu ein Video unter dem Sattel und an der Hand. Wer offen auftritt, bekommt die passenderen Interessenten und spart sich Rückfragen und Enttäuschungen.

Was kostet ein American Paint Horse?

Die Preise reichen in Europa von etwa 2.500 Euro für ein Pinto-Westernpferd ohne Papiere bis zu über 20.000 Euro für erfolgreiche Showpferde. Ein typisches Freizeitpferd mit APHA-Papieren wird meist für 6.500 bis 12.000 Euro angeboten. Entscheidend sind Registrierung, Ausbildung, Alter, Abstammung und das Ergebnis der Ankaufsuntersuchung. Es handelt sich um Richtwerte, keine Garantie.

Was unterscheidet ein Paint Horse von einer Schecke und vom Quarter Horse?

Ein registriertes Paint Horse hat Eltern mit APHA-, AQHA- oder Jockey-Club-Papieren, von denen mindestens eines ein Paint ist, und trägt eine anerkannte Paint-Abzeichnung oder ein bestätigtes Paint-Gen. Eine Schecke anderer Abstammung ist nur eine Farbe. Das Quarter Horse ist eine eigene Rasse mit einem eigenen Register; gescheckte Fohlen ließ die AQHA lange nicht zu.

Für wen eignet sich ein Paint Horse als Anfänger- oder Familienpferd?

Ein gut ausgebildetes, erwachsenes Tier eignet sich wegen seines ruhigen und menschenbezogenen Wesens oft für Einsteiger, Familien und Freizeitreiter. Ein junges oder rohes Pferd dagegen gehört zu einem erfahrenen Reiter oder Ausbilder. Wer Turniere reiten will, findet passende Aufgaben in Western Pleasure, Trail, Reining und Ranch Riding. Entscheidend ist, dass Pferd und Reiter zusammenpassen.

Worauf muss ich beim Kauf oder Verkauf eines Paint Horses achten?

Beim Kauf prüfen Sie Registrierungsurkunde, Umschreibung, Equidenpass und DNA-Abstammungsnachweis, verlangen den Gentest einschließlich OLWS und lassen eine Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern machen. Beim Verkauf nennen Sie Papiere, Regular- oder Solid-Status, Testergebnisse und Ausbildungsstand ehrlich und zeigen die Zeichnung auf guten Fotos. Zahlen Sie den Preis eines Paint Horses nur für ein Pferd mit gültigen APHA-Papieren.

Stöbern Sie jetzt bei Paardplaats in den Anzeigen für American Paint Horses oder geben Sie Ihr eigenes Paint zum Verkauf auf. Ob Sie ein ruhiges Freizeitpferd, ein Nachwuchspferd für Western Pleasure und Reining oder eine Stute für die Zucht suchen: Mit geprüften Papieren und einer ehrlichen Beschreibung finden Pferd und Reiter zueinander. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei.

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