Barockpinto kaufen
Barockpinto kaufen oder verkaufen in Deutschland: im Stutbuch eingetragene Pferde von Züchtern und privaten Anbietern, aktuelle Preise bei Paardplaats.
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Barockpinto
Wer in Deutschland einen Barockpinto sucht, hat meist schon ein klares Bild im Kopf: ein kräftiger, schwarz-weiß gescheckter Barocktyp mit wallender Mähne, üppigem Fesselbehang und dem ruhigen, freundlichen Wesen des Friesen. Diese Mischung aus friesischer Eleganz und auffälliger Scheckung macht die Rasse für Freizeitreiter, Dressurfans und Fahrer interessant, und wer einen Barockpinto kaufen möchte, fragt sich schnell, wo gerade ein passender Barockpinto zu verkaufen ist. Manche träumen lange von einem Friesen, wünschen sich aber ein geschecktes Pferd oder finden einen reinrassigen Friesen zu teuer und entdecken so den Barockpinto. Wer selbst einen Barockpinto verkaufen möchte, trifft auf eine kleine, aufmerksame Käuferschaft.
Der Barockpinto stammt aus der niederländischen Provinz Friesland und geht auf den schwarz-weißen Hengst Bonte Nico zurück, einen Halbfriesen, der in den 1960er-Jahren als Deckhengst außergewöhnlich gefragt war. Weil das Friesenzuchtbuch KFPS nur reinschwarze Pferde registriert, blieb seine bunte Nachzucht jahrzehntelang ohne eigenes Stutbuch, bis am 29. Januar 2009 das Barock Pinto Studbook, kurz BPS, in den Niederlanden gegründet wurde und inzwischen auch eine deutsche Zweigstelle namens Barock Pinto Deutschland unterhält. Zuchtziel ist eine Schwarzschecke vom friesischen Barocktyp mit mindestens 37,5 Prozent Friesenblut, edlem Kopf und dem charakteristischen Tobiano-Muster. Für Käufer in Deutschland und Europa gilt: Rasse und Farbe sind zwei verschiedene Dinge, denn ein Barockpinto ist nur, wer im BPS-Stutbuch mit DNA-Abstammungskontrolle eingetragen ist, nicht jedes schwarz-weiße Pferd mit Friesentyp und Behang.
Egal ob Sie eine Barockpinto-Stute kaufen möchten oder lieber einen gelassenen Barockpinto-Wallach suchen, entscheidend bleiben am Ende die Papiere. Neben dem BPS registrieren in Deutschland auch andere Schecken-Zuchtverbände barock wirkende Pinto-Pferde unter eigenem Namen, und im Equidenpass steht schwarz auf weiß, welches Zuchtbuch das Fohlen tatsächlich aufgenommen hat. Wichtig ist außerdem, ob es sich um das Fohlenbuch, eine der Registrierungen 1 bis 3 oder um einen bereits gekörten Hengst beziehungsweise eine Stute mit Prädikat wie Star, Elite oder Preferent handelt.
Vor dem Kauf sollten Interessenten Abstammungsnachweis und DNA-Test prüfen, nach der Anlageträgerschaft für Hydrocephalus und Zwergwuchs fragen und bei einem Zuchtpferd den Status als reinerbiger, homozygoter Tobiano erfragen, weil ein solches Pferd die Scheckung sicher weitergibt. Eine gründliche Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern gehört bei jedem Barockpinto zum guten Ton, ebenso wie ein Blick auf Fesselbehang und Haut, denn Mauke, Milben und Sommerekzem sind bei Barockpferden mit viel Behang keine Seltenheit. Wer unsicher ist, welcher Preis für einen Barockpinto realistisch ist, vergleicht am besten mehrere Inserate und besucht, wenn möglich, eine Körung oder Stutbuchaufnahme.
Beim Preis für einen Barockpinto bewegt sich der deutsche Markt im selben Rahmen wie der übrige europäische Markt, weil viele Anbieter aus den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Spanien stammen und selbstverständlich in Euro, also EUR, rechnen. Fohlen und Jährlinge liegen meist zwischen 3.000 und 6.000 Euro, bei Nachzucht gekörter oder mit dem Prädikat Sport ausgezeichneter Hengste bis etwa 10.000 Euro. Unberittene Zwei- bis Dreijährige kosten üblicherweise 3.500 bis 9.000 Euro, frisch angerittene Vier- bis Fünfjährige 7.000 bis 15.000 Euro. Ein verlässliches, eingefahrenes oder gerittenes Pferd zwischen sechs und vierzehn Jahren kostet häufig 8.000 bis 15.000 Euro, ältere Freizeitpferde und ruhige Rentner schon ab etwa 2.000 bis 6.000 Euro.
Dressur- oder Fahrpferde mit Turniererfahrung oder guten IBOP-Ergebnissen erzielen 15.000 bis 30.000 Euro, gekörte Zuchthengste, hochprämierte Stuten oder vielversprechende Junghengste meist 20.000 bis 40.000 Euro, in Ausnahmefällen bis rund 70.000 Euro. Unregistrierte, nur optisch ähnliche Scheckpferde ohne BPS-Papiere bleiben mit etwa 2.500 bis 7.000 Euro deutlich unter dem Niveau eingetragener Barockpintos. Auch weltweit fragen Interessenten nach dem Barockpinto-Preis, vor allem in Nordamerika: Dort kosten junge Pferde oft 15.000 bis 20.000 US-Dollar (USD), umgerechnet etwa 13.000 bis 17.000 Euro, importierte Zuchtstuten rund 60.000 USD und Deckhengste rund 75.000 USD, weil Flüge, Quarantäne und nötige Untersuchungen den Preis nach oben treiben. Wechselkurse schwanken, und ausländische Verkäufer kalkulieren ihre Preise ohnehin meist zuerst in Euro.
Wer einen Barockpinto verkaufen möchte, sollte wissen, dass die Käuferschaft genau weiß, wonach sie sucht: Freizeit- und Dressurreiter mit Vorliebe für den Friesentyp, Fahrer, die ein auffälliges Fahrpferd suchen, und Züchter, die Wert auf hohen Friesenblutanteil oder einen reinerbigen Tobiano legen. Vollständige Papiere von BPS oder Barock Pinto Deutschland, ein sauberer Abstammungsnachweis mit DNA-Kontrolle sowie Ergebnisse von Körung, Stutbuchaufnahme oder IBOP steigern den Verkaufspreis und gehören ins Inserat, ebenso wie ein negatives Testergebnis auf Anlageträgerschaft für Hydrocephalus und Zwergwuchs. Offenheit bei Themen wie Sommerekzem, Mauke am Fesselbehang oder einer leichtfuttrigen, zu EMS neigenden Veranlagung erspart beiden Seiten spätere Enttäuschungen. Ein unregistriertes, nur ähnlich aussehendes Scheckpferd sollte ehrlich als Friesen-Kreuzung und nicht als Barockpinto beworben werden.
Was kostet ein Barockpinto in Deutschland?
Der Preis eines Barockpintos hängt stark von Alter, Ausbildung und Papieren ab. Ein Fohlen ist schon ab etwa 3.000 Euro zu finden, ein zuverlässiges, bereits gerittenes oder gefahrenes Pferd kostet häufig 8.000 bis 15.000 Euro. Gekörte Hengste und hochprämierte Zuchtstuten erreichen deutlich mehr, teils 20.000 bis 40.000 Euro. Wer auf Paardplaats aktuelle Barockpinto-Preise vergleicht, bekommt schnell ein Gefühl für die Bandbreite in der eigenen Region.
Wie hoch sind die Barockpinto-Preise im europäischen Vergleich?
Innerhalb Europas unterscheiden sich die Preise weniger stark als oft angenommen, weil Käufer aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Spanien im selben Markt unterwegs sind und meist in Euro zahlen. Die Niederlande als Ursprungsland bieten oft die größte Auswahl, Spanien ist für seine barocke Reitkultur bekannt. Ein solider Barockpinto für Freizeit oder Dressur liegt europaweit häufig zwischen 8.000 und 15.000 Euro, Spitzenpferde deutlich darüber. Wer über Ländergrenzen hinweg kauft, sollte die Transportkosten realistisch einplanen.
Ist ein bunter Friese automatisch ein Barockpinto?
Nein, Farbe allein macht noch keinen Barockpinto. Da das Friesenzuchtbuch KFPS nur reinschwarze Pferde registriert, tragen viele schwarz-weiße Pferde im Friesentyp gar keine Friesenpapiere. Als Barockpinto gilt ein Pferd erst, wenn es im Stutbuch des BPS oder einer anerkannten Partnerorganisation mit DNA-Abstammungskontrolle eingetragen ist. Ohne diese Eintragung handelt es sich um eine Kreuzung, die auch so beworben werden sollte, selbst wenn sie einem Barockpinto sehr ähnlich sieht.
Worauf sollte ich beim Kauf eines Barockpintos besonders achten?
Wichtig sind zuerst die Papiere: Zuchtbuch, Register beziehungsweise Fohlenbuch und der DNA-Abstammungsnachweis sollten lückenlos vorliegen. Bei einem künftigen Zuchtpferd lohnt sich zusätzlich der Test auf Anlageträgerschaft für Hydrocephalus und Zwergwuchs sowie der Nachweis, ob das Pferd reinerbiger Tobiano ist. Eine Ankaufsuntersuchung mit Röntgenbildern gehört ebenso dazu wie ein Blick auf Fesselbehang und Haut, da Mauke und Sommerekzem vorkommen können. Wer unsicher ist, lässt sich Körungs- oder Stutbuchaufnahme-Ergebnisse zeigen, bevor die Wahl fällt.
Ob Sie selbst einen Barockpinto verkaufen möchten oder erst in Ruhe vergleichen wollen, wie viel ein Barockpinto derzeit kostet: Auf Paardplaats finden Sie aktuelle Inserate aus Deutschland und dem europäischen Markt und können Ihr eigenes Pferd unkompliziert mit den passenden Angaben zu Papieren und Gesundheit selbst einstellen.